free ROM



Altes Mobilfon? Keine Updates seitens Hersteller? Klassisch: nach 2J ein Neues... Oder man greift auf freie Software zurück und verwendet das Handy mit neuester Firmware einfach weiter.

Je nach Hersteller ist die Vorarbeit mehr oder weniger kompliziert. Ich beschränke mich hier zudem auf Android... Einige Hersteller haben ihre Modelle gesperrt, auf Anfrage werden diese entsperrt/unlocked, damit erlischt quasi die Garantie. Danach wird im Entwicklermodus das sog. USB-Debugging eingeschaltet; es wird nun die ADB (android debug bridge) Software-Schnittstelle samt Treiber auf einen PC installiert.

Es werden sämtliche Daten über den Lade-/Datenkabel via USB übertragen. Die weitere Vorgehensweise ist stark herstellerabhängig: einige Modelle können direkt aus der Kommandozeile via adb angesprochen werden, andere mittels Zusatzprogramme wie Odin usw. usw.

Sinn des Ganzen ist es im sog. bootloader-Modus die bekannte TWRP Recovery-Software zu installieren. Hat man die erstmal drin, kann man jederzeit über den recovery-Modus die neuen ROMs von einer SD-Karte (oder halt über adb vom PC) installieren. Sowohl die ROMs als auch die google-Apps sind frei - nix verbotenes, völlig legal - nur ohne jegliche Herstellergarantie.

Dazu führt man zunächst ein wipe durch, hierbei werden Dalvik, System, Data und Cache gelöscht und formatiert. Das schafft Platz für das neue ROM (Read Only Memory).

Bekannt sind LineageOS, ehemals CyanogenMod, oder AOSP usw. Vorteil: im Gegensatz zum Hersteller, bieten diese Leute die aktuellsten Android-Versionen an. Meistens sogar sehr stabil, zudem kann man damit sein Handy sehr, sehr google-frei halten. Weiterhin stehen diverse Versionen (pico, nano, micro,...,stock) der open gapps zur Verfügung, die mit dem ROM installiert werden (können).

Übrigens: alles ohne Gewähr - sämtliche Daten sollten vorher gesichert und der Akku geladen werden.


Posted on 18 Jan 2020, 16:23 - Category: Android
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libreboot

Keine Lust auf Hersteller-Schweinereien im BIOS? Dann wird es Zeit für libreboot; wie der Name schon sagt: frei - und zwar frei von Hintertüren, Sicherheitslücken usw.

Libreboot ist irgendwie parallel zu coreboot entstanden, wobei coreboot je nach sog. Payload wohl auch windows unterstützen kann. Das ist bei libreboot nicht der Fall, hier fehlt sämtliche proprietäre Software.

Wie so oft wird freie Software von Freiwilligen entwickelt und die Zahl der unterstützten Systeme ist sehr übersichtlich; aber ThinkPads sind dabei :)

Also habe ich einen ThinkPadX60 gewählt, dessen Firmware sogar mit der Software-Methode, also aus der Linux-Kommandozeile heraus, ersetzbar ist. Dieses Modell besitzt auch die wenigsten Inkompatibilitäten, wie z.B. die Wlan-Karte von Intel. Man sollte noch die aktuellste proprietäre BIOS- und EC-Version (embedded controller) installieren.

Hier wurde für die verschiedenen Modelle bereits fertige ROMs samt Payloads compiliert. Wer es selbermachen will, dem sei Trisquel 7 als 64-bit dringend empfohlen; damit laufen alle Skripte störungsfrei.

Eigentlich kann man gleich die vesafb mit dem ent. Tastatur-Layout auswählen. Damit hat man später beim Installieren von Betriebssysteme mit GUI weniger Probleme.

Zur Installation verweise ich auf die Original-Seite, ggf. existieren hier und dort vereinfachte Howtos einiger Nutzer. Und sollte doch was schiefgehen, man kann den Chip wieder rückbeschreiben. Da gibt es den spottbilligen CH341A USB-Programmierer. Aber - vorher immer ein Backup mittels ./flashrom/i686/flashrom_lenovobios_sst -p internal -r factory_rom.bin durchführen. Der Chip kann statt sst auch von macronix sein...

Danach ./flash i945lenovo_firstflash yourrom.rom, je nach Fehlermeldungen, sowie BUC.TS=1 den Neustart wagen und anschliessend ./flash i945lenovo_secondflash yourrom.rom. BUC.TS=0 und die Meldung Verifying flash... VERIFIED sollte erscheinen.

Und nun hat man einen freien und blitzschnellen Systemstart; ich empfehle die künftige Software vorab auf einer anderen Platte zu installieren. Die neue freie BIOS-Firmware ist extrem schnell, dass sogar aktuelle USB-Sticks aufgrund ihrer Lahmheit mehrfach Fehlermeldungen bringen, bevor die Installationsroutine überhaupt greift.

Posted on 11 Jan 2020, 16:26 - Category: Libreboot
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OpenWRT als Wetter-Server, update

Mal ein Zwischenbericht zur Hardware - die ist eigentlich zu schwach für die Anwendung; daher die "alte" Software wview. Leider waren tägliche reboots notwendig, um den MiniServer halbwegs aktiv zu halten. Dann wurden die hmtl-Seiten nicht mehr neu aufgebaut, usw. usw.

Letztens fiel ich über den Pogoplug; einige davon haben eine recht ordentliche CPU mit 1,2GHz und einiges an NAND-Speicher.

Für billigst einen gekriegt - schliesslich ist der Anbieter offline und die Teile damit nur blinkendes Plastik - und wären da nicht die findigen Communities... die haben mal wieder Wege gezeigt diesen Plastikschrott zu verwerten. Nämlich mit Linux-Derivaten für ARM-Prozessoren.

Auch OpenWRT kann man dazu zählen; die haben sich eh auf Router u.ä. spezialisiert. So fiel auch hier erste Wahl auf die neueren LEDE-Versionen.

Vorab allerdings der Hinweis, dass sich die Pogoplugs im Originalzustand nur durch den direkten Eingriff über die intern vorhandene serielle Schnittstelle mittels USB/COM-Adapter (PL2303) zum Leben erwecken lassen. Zugriff über putty o.ä. Tools; dann kann man mit setenv einige Parameter anpassen und z.B. über den tftp ein neues "freies" U-Boot aufspielen.

Damit kann man dann von USB-Stick starten und eine ordentliche Software verwenden. OpenWRT hat den Vorteil klein zu sein und vollständig im NAND Platz zu finden. Danach folgen die üblichen Schritte zu Vervollständigung der Software (hier python) für die Anwendung einer aktuelleren Übertragungssoftware weewx .

Damit ist die Wetterstation WRX815 (alias TE923, Hideki, ...) wieder online. Die templates sehen auch viel schöner aus... :)

Posted on 20 Jan 2019, 11:04 - Category: OpenWRT
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NetBSD - kein root Zugang

Ich vergesse es immer wieder, daher fürs Notizzettel: NetBSD erlaubt kein Zugang über den telnet/ssh für "root".

Man muss den vorher angelegten "Anwendernamen" verwenden, danach mittels 'su' Rootrechte erlangen...

Letzter Absatz: https://www.netbsd.org/docs/network/nsps/config_ssh.html

Posted on 1 Jan 2019, 11:35 - Category: NetBSD
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OpenWRT als Wetter-Server

Ich habs wieder getan: da meine Webcam mangels Durchlass (firewall) keine Fotos auf die homepage senden konnte, habe ich den TL-MR3020 für ein anderes Projekt anvisiert.

Eine Wetterstation; nein, ich werde kein Wetterfrosch, es geht alleine um die Linuxseite des Projektes... Das Teil - eine WRX815, alias Nexus, Hideki usw. usw. habe ich günstigst für 30€ gekriegt - nun ja, es fehlte der UV-Sensor und der Windmesser, dafür waren 2 extra Temperaturfühler samt Regensensor vorhanden.

Ziel: eine webbasierende Anzeige, damit man jederzeit das Wetter vor der eigenen Tür weiss.

Die kleinen Router haben ja ein Speicherplatzproblem, gerade mal 4MB. Auch die aktuellste OpenWRT Firmware (lede) ist zu gross. D.h. man muss unnötige Programme löschen, am besten über die Konsole, da die LuCi-Umgebung nicht ganz sauber anzeigt.

Für obigen Router ist die Version 14.07 am ehesten geeignet, wir benötigen etwa 470kb freien Speicherplatz für den usb-storage und ext4 Support. Am besten mit ipv6 und zug. Softwareabh. anfangen.

Danach dieses mittel opkg install kmod-usb-storage block-mount kmod-fs-ext4 kmod-scsi-core laden.
Wenn das geklappt hat, einen formatierten USB-Stick einstecken und mounten. Das Systemverzeichnis mittels tar -C /overlay -cvf - . | tar -C /mnt/usb -xvf - auf den Stick übertragen und nun unter /etc/config/fstab die Verzeichnisse anpassen:
config 'mount'
option target /overlay
option device /dev/sdx1
option fstype ext4
option options rw,sync
option enabled 1
option enabled_fsck 0

Und erst jetzt ein reboot. Wenn man kein Fehler gemacht hat, stehen nun unendlich viele Gbytes zur Verfügung...

Ich verwende das kostenlose wview für die Datenübertragung von der Wetterstation
auf das WWW. Den Rest finden man im Wiki auf OpenWRT.

Das Ergebnis hier zu sehen.

Posted on 21 Aug 2018, 10:44 - Category: OpenWRT
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