OpenWRT als Wetter-Server

Ich habs wieder getan: da meine Webcam mangels Durchlass (firewall) keine Fotos auf die homepage senden konnte, habe ich den TL-MR3020 für ein anderes Projekt anvisiert.

Eine Wetterstation; nein, ich werde kein Wetterfrosch, es geht alleine um die Linuxseite des Projektes... Das Teil - eine WRX815, alias Nexus, Hideki usw. usw. habe ich günstigst für 30€ gekriegt - nun ja, es fehlte der UV-Sensor und der Windmesser, dafür waren 2 extra Temperaturfühler samt Regensensor vorhanden.

Ziel: eine webbasierende Anzeige, damit man jederzeit das Wetter vor der eigenen Tür weiss.

Die kleinen Router haben ja ein Speicherplatzproblem, gerade mal 4MB. Auch die aktuellste OpenWRT Firmware (lede) ist zu gross. D.h. man muss unnötige Programme löschen, am besten über die Konsole, da die LuCi-Umgebung nicht ganz sauber anzeigt.

Für obigen Router ist die Version 14.07 am ehesten geeignet, wir benötigen etwa 470kb freien Speicherplatz für den usb-storage und ext4 Support. Am besten mit ipv6 und zug. Softwareabh. anfangen.

Danach dieses mittel opkg install kmod-usb-storage block-mount kmod-fs-ext4 kmod-scsi-core laden.
Wenn das geklappt hat, einen formatierten USB-Stick einstecken und mounten. Das Systemverzeichnis mittels tar -C /overlay -cvf - . | tar -C /mnt/usb -xvf - auf den Stick übertragen und nun unter /etc/config/fstab die Verzeichnisse anpassen:
config 'mount'
option target /overlay
option device /dev/sdx1
option fstype ext4
option options rw,sync
option enabled 1
option enabled_fsck 0

Und erst jetzt ein reboot. Wenn man kein Fehler gemacht hat, stehen nun unendlich viele Gbytes zur Verfügung...

Ich verwende das kostenlose wview für die Datenübertragung von der Wetterstation
auf das WWW. Den Rest finden man im Wiki auf OpenWRT.

Das Ergebnis hier zu sehen.

Posted on 21 Aug 2018, 10:44 - Category: OpenWRT
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NetBSD als mini Server

Jetzt hatte ich BeOS, puppylinux, Mac system 7.5, OS/2 und Android als ThinClient-Server ausprobiert, mit zeitlichen bedingten immer grösser werdende Hardware Problemchen. Nun ist Zeit für was "modernes", naja, nicht ganz. NetBSD ist auch schon seit 1993 aktiv.

Das Gute daran sind die Unmengen an Ports, sogar ein Toaster funktioniert...

Diese Seiten (und noch ein paar andere Subdomains) werden von einem 10ZiG RBT616, alias Clientron U800, alias chippc XPD4741 bedient. Und da werkelt NetBSD in der aktuellen Version. Dieser ThinClient hat zwar 1,6GHz und viel RAM, dennoch würde auch Geode LX mit 500MHz damit klarkommen.

Das Ganze, wie immer, mit sparsamen 9W betrieben.

Zur Installation gibt es nicht viel zu sagen, ausser dass keine vorgefertigten live-CDs oder ähnliches existieren - lohnt halt nicht. Obiger Server läuft auf einen 1Gb grossen Flash-Speicher, mit gemounteten USB-Stick für grössere Datenmengen.
Als Server wird keine X-Umgebung benötigt, somit werden gerade mal 500MB belegt.
Die ISO und/oder Image-Datei erlaubt die Installation über ein USB-Stick und dort befolgt man das Frage-Antwort-Spiel...

Posted on 18 Aug 2018, 12:37 - Category: NetBSD
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HP Jornada 690

Der Jornada 690 ist/war ein sog. PDA von Hewlett-Packard, die irgendwann Ende der 90er auf den Markt kamen. Satte 133MHz eines Hitachi SH3 Prozessors mit 32MB RAM und mittels CF-Karte bis zu 8GB Speicherplatz.
Und mit Touchscreen und echte kleine Tastatur - allerdings mit WinCE...

Aber es geht auch anders, einmal mit einem Linux-Port namens JLime, das letzte Release heisst Vargtass; mittlerweile nur im webarchive zu finden.

Oder doch aktuell und winzig --> NetBSD/hpcsh!

Das Ganze ist vor allem ohne seriellen, aber proprietären Kabel schwierig, da nicht viele unixoide Systeme das NetBSD-Filesystem beherrschen. Da sollte man doch NetBSD erstmal auf ein Zweitrechner installieren; eine wirkliche aktuelle live-CD gibt es nicht. Damit die CF-Karte in zwei Partitionen teilen, ca. 120MB für DOSe - hier kommen die Startprogramme fürs WinCE rein. Und der Rest fürs NetBSD/hpcsh.

Was soll ich sagen, es funktioniert tatsächlich, sogar mit X-windows. Mittels 16-bit PCMCIA Ethernetkarte ist man sogar im Netz

Posted on 16 Aug 2018, 18:49 - Category: NetBSD
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IBM ThinkPad R61

Ich mochte es nicht glauben, es geht immernoch: die BIOS Löschung mittels einfaches Abtrennen der CMOS-Batterie.

Der alte T61 hat Probleme mit der Hintergrundbeleuchtung; zwar nicht weiter schlimm, aber auf Dauer nervig und die Reparatur ist obwohl einfach, doch recht aufwendig im Ein- und Ausbau. Und siehe da ein R61 in 15,4" und billig bei einem professionellen Wiederverkäufer. Obwohl sog. B-Ware ist dieser in einem besseren Zustand als der T61. Von der Performance tun die sich nicht viel, einzig das Gehäuse ist etwas schwerer und nicht ganz so edel wie das des T61.

Aber, das BIOS-Passwort war gesetzt; hier hilft ueblicherweise die Auslese-Methode, aber (oh Wunder) das einfache Abtrennen der CMOS-Batterie hat ausgereicht. War mir sehr recht, ich war schon dabei die Litzen anzulöten...

Diesen nun mit einer T7800 Merom CPU, 4GB RAM und einer besseren HDD (7200rpm) bestückt und ein 64-bit Betriebssystem installiert. Auch macht es mehr als Sinn den gemoddeten Middleton BIOS fuer SATA 2 zu verwenden.

Aufgrund des fehlenden Akkus empfehle ich meinen anderen Eintrag zum Thema "ThinkPad BIOS aufspielen ohne Akku".

Posted on 29 Dec 2017, 12:20 - Category: IBM
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Toshiba AC100

Und ich sag noch "tue das nicht", aber die Neugier hat Ueberhand genommen. Ein ARM Mini-Netbook als 10" und mit 1GHz Dualcore. Allerdings nur festverloetete 512 RAM und kaum Anschluesse.

Es handelt sich hier konkret um den AC100-10K. Die Ziffern 10K stehen wohl fuer deutsche Tastaturbelegung. Das Ganze wird mit Android ausgeliefert, allerdings mit den Schrott wie fuer Smartphones; kein Wunder, dass also einige Tueftler den Versuch unternommen haben eine schoene Linux-Distribution fuer den ARM zu backen, Codename PAZ00.

Debian, Slackware, ArchLinux und Ubuntu sind erstere Wahl; hierbei hat sich die Lubuntu fuer die 512 RAM als beste Wahl erwiesen.

Erste Anlaufstelle ist die Ubuntu eigene Wiki fuer den AC100. In Kurzform: der AC100 wird mittels Ctrl+Esc in Recovery Mode gestartet (Bildschirm bleibt dabei dunkel. Die eigens zusammengestellte bootimage wird mit nvflash (ueber den USB mini-Anschluss!) von einem anderen PC (gerne auch linux) aufgespielt: <<nvflash --bl /path to/nvflash/fastboot.bin --download 6 /path to/lubuntu-12.10-preinstalled-desktop-armhf+ac100.bootimg>>
Nach erfolgreichem Upload wird der AC100 ausgeschaltet und die vorgefertigte rootfs per USB-Stick eingespielt. Installation wie gehabt. Inzwischen ist eine vorgefertigte Ubuntu 14.04 auf github vorhanden.

Die Parallel-Installation mit Android 4.2.4 ist zwar moeglich, bringt aber nicht wirklich viel und versaut einem u.U. die Partitionen. Naeheres unter ac100.grandou.net.

Posted on 5 Feb 2017, 15:22 - Category: ARM
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